Klimafreundlicher Beton ist möglich

Austrocknung in nur drei Stunden 

In der aktuellen Ausgabe der VDI-Nachrichten lässt sich kurz und verständlich nachlesen, wie künftig Beton ohne CO2-Emissionen hergestellt werden kann. Derzeit ist die weltweite Produktion des “Portland”-Zements noch für ca. 7% des für das Klima schädliche Kohlendioxid verantwortlich.

Am Institut für Nanosysteme der University of California hat Dozent Gaurav Sant einen Herstellungsprozess entwickelt. Er ermöglicht es, das CO2 in Zukunft zu binden und einer Wiederverwertung zuzuführen. Das Team des Wissenschaftlers zeigte auf, wie das Treibhausgas beim Kalkbrennen mit Löschkalk rekombiniert werden kann. Durch den Kreislauf der Stoffe soll kein Kohlendioxid mehr in die Luft abgegeben werden.

Damit nicht genug der Vorteile: Durch den beschriebenen Kreislauf werde nur noch die Hälfte der bisher notwendigen Wärme|Energie benötigt, so der Forscher.

Spannend ist, wie die Methode funktioniert: Sie ähnelt der natürlichen Bildung von Korallen und Muscheln, wo Mikroben mit Kalk-Sandkörnern zusammenzementieren.

Überraschend auch: die Geschwindigkeit des beschriebenen Kreislaufs. Während der uns bekannte Zement zur Aushärtung etwa achtundzwanzig Tage benötigt, war der von Sant entdeckte Kreislauf nach nur drei Stunden abgeschlossen!