Neues von AktivPlus: Projekte. Praxis. Potenziale.

Karlsruhe, Juli 2016. Ende Juni 2016 fand auf der CEB Messe in Karlsruhe das 3. AktivPlus-Symposium statt. Die Veranstaltung war gut besucht. Eröffnet wurde das Symposium mit einem Grußwort des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) von Petra Alten. Sie stellte den Forschungsbedarf der nächsten Jahre im Bereich Mensch und Technik in den Vordergrund. Hierfür wird das BMUB eine gemeinsame Förderlinie mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie veröffentlichen.

Den inhaltlichen Auftakt bot der AktivPlus e.V. mit der Vorstellung der aktuellen Entwicklungen seines Standards. In der finalen Entwicklung steht nun das Anwender-Handbuch, dessen Fertigstellung im Oktober dieses Jahres erwartet wird, pünktlich zu den ersten öffentlichen AktivPlus-Planer-Schulungen. Als Novum ist ein erster Entwurf des sogenannten AktivPlus-Ausweises vorgestellt worden – die Antwort des Vereins zum Thema Zertifikat und Label. Der Ausweis soll den Bewohnern und Planern als Ergebnisdarstellung dienen und aufzeigen, welchen Standard das Gebäude erreicht hat oder in welchen Bereichen im Laufe des Betriebs noch Handlungsbedarf besteht.

Unter dem Titel „AktivPlus – Projekte.Praxis.Potenziale“ sprachen mehrere Referenten über gebaute Projekte und Ihre Erfahrungen aus der Baupraxis von hocheffizienten Gebäuden.

Highlight des Symposiums war der erstmalige Tandemvortrag zum Aktiv-Stadthaus in Frankfurt in dem das energetische und soziale Monitoring direkt miteinander verglichen wurde. Die Soziologin Karoline Dietel stellte erste Ergebnisse der Bewohnerbefragung im Aktiv-Stadthaus in Frankfurt vor und setzte sie gemeinsam mit Tobias Nusser, von dem –  das energetische Monitoring leitenden – Büro egs-Plan, in Bezug. Das Aktiv-Stadthaus ist seit Sommer 2015 bezogen und bisher – so die Ergebnisse aus den Monitorings – werden die Anforderungen des gewünschten EffizienzhausPlus Standards erfüllt.

Die Veranstaltung zeigte, dass die Betriebsoptimierung durch Monitoring in hocheffizienten Gebäuden stets im Trendthemen sind, die der AktivPlus e.V. vorausschauend in seinem Standard verankert hat. Auch ein Vertreter der Fertighaus-Industrie betonte: „Wir bauen energieeffiziente Gebäude weit unter dem gesetzlichen Standard – wir bauen AktivPlus-Häuser!“ Die Bedürfnisse ihrer Endkunden nach Langlebigkeit und Wohngesundheit können so befriedigt werden.

manufact engagiert sich bei AktivPlus e. V. seit Gründung des Vereins. Hier können Sie erfahren, wie Ihr persönliches Bauvorhaben mit den Zielsetzungen des AktivPlus Konzeptes realisiert werden kann.

Über den AktivPlus e. V.

Der AktivPlus e. V. ist eine Initiative von Planern und Wissenschaftlern mit dem Ziel, einen zukunftsfähigen Standard für Gebäude und Quartiere in der Bau- und Immobilienwirtschaft zu entwickeln, zu fördern und in der Gesellschaft zu etablieren. Der angestrebte AktivPlus Gebäude-Standard soll Energieeffizienz, Innenraumklima und die Gesundheit sowie das Wohlbefinden der Nutzer kombinieren und neue Gebäudemodelle ermöglichen, die zugleich ökologisch und ökonomisch nachhaltig sind. Hierfür übernimmt der gemeinnützige Verein die Aufgabe, Kompetenzen zentral zu bündeln und zu koordinieren und die Weiterentwicklung des Gebäudestandards aktiv zu gestalten. Zugleich versteht sich der AktivPlus e.V. als Wissensplattform und Kompetenznetzwerk, das dem Erfahrungsaustausch der Mitglieder und der Diskussion mit den politischen Akteuren sowie der Wissensvermittlung an das Fachpublikum und an Bauherren dient. Der AktivPlus e.V. ist auf Initiative von Prof. Dr.-Ing. Norbert Fisch, Prof. Dr.-Ing. Gerd Hauser, Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Gerhard Hausladen und Prof. Dipl.- Ing. Manfred Hegger entstanden.

Weitere Informationen unter www.aktivplusev.de