Ökostrom bricht einen Rekord nach dem anderen

Erst verkündet der der großen Energieversorger, dass im vergangenen Jahr so viel Strom aus grünen Quellen erzeugt wurde wie nie zuvor. Jüngst berichtete unlängst das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), dass Solarkraft die billigste Stromquelle Deutschlands sei. Ausgerechnet also die Technik, die lange als teuerste unter den Erneuerbaren Energien galt.

Neu errichtete Photovoltaik-Anlagen an günstigen Standorten sind nach diesen Erkenntnissen bereits heute günstiger als fossile Kraftwerke. Und dieser Trend, ist sich das Institut sicher, wird sich bis 2035 deutlich verstärken. Technische Fortschritte und ein harter Wettbewerb hätten den Preis nach unten getrieben, erklärt eine aktuelle ISE-Studie die gesunkenen Kosten.

Für die effizientesten Solarparks berechneten die Forscher einen Preis von durchschnittlich 3,71 Cent bis 11,54 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Elektrizität aus konventionellen Kraftwerken (z. B. aus Gaskraftwerken) kommt der Studie zufolge auf Herstellungskosten bis zu 21,94 Cent pro Kilowattstunde.

Auf dem Photovoltaikmarkt, der wie die anderen Erneuerbaren Energien lange Zeit merklich subventioniert wurde, ist es in den vergangenen Jahren zu einem hohen Wettbewerb innerhalb der Industrieunternehmen gekommen. Das hatte seit 2011 nicht nur zu deutlichen Preisrückgängen, sondern auch zu zahlreichen Insolvenzen in der deutschen Solarbranche geführt. So gibt es derzeit keinen deutschen Solarmodulhersteller mehr. Es dominieren die chinesischen Anbieter.

Photovoltaik-Anlagen stehen aber auch weiterhin in einem harten Wettbewerb. Auch On-Shore-Windenergie ist mit Herstellungskosten zwischen 3,99 Cent und 8,23 Cent pro Kilowattstunde immerhin die zweitgünstigste Stromquelle im Land. Off-Shore, so das ISE, sei aufgrund höherer Installations-, Betriebs- und Finanzierungskosten noch etwas teurer.

Ungeachtet besteht das Problem der Wetterabhängigkeit und der mangelnden Flexibilität und das alte Verteil- und Speicherproblem bei Erneuerbaren Energien.

Individuelle und somit dezentrale Lösungen können die Besseren sein. Dazu wären aus Sicht von manufact z. B. eine BHK-Lösung (Mini-Blockheizkraft-Werk) oder eine Brennstoffzellen-Lösung in das Blickfeld zu nehmen.

| KD V 18 |